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Hochwasser Einsatz der FB 3 des LK Hildesheims

im Schadensgebiet Amt Neuhaus vom 09.06. - 12.06.2013

 

Wie aus den Medien bekannt, spitzte sich die Lage in den Regionen entlang der Elbe durch ein Rekordhochwasser mehr und mehr zu. In einigen Teilen Deutschlands wurden noch nie dagewesene Pegelstände der Elbe erreicht. Aufgrund der extremen Niederschläge im Elbeeinzugsgebiet hat sich eine sogenannte Flutwelle entwickelt, die sich mit einer Länge von ca. 50 Kilometern von Dresden in Richtung Hamburg geschoben hat. Die entstandenen Schäden, die dieses Hochwasser alleine in den Elbregionen angerichtet hat, sind unbeschreiblich hoch. In ganz Deutschland sind und waren Helfer von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst, DLRG und der Bundeswehr im Dauereinsatz um Menschen und Sachwerte zu schützen. Nur alleine von Seiten der Feuerwehr waren ca. 70.000 Einsatzkräfte gleichzeitig im gesamten Bundesgebiet im Einsatz.

 

Am 09.06.2013 um 17:19 Uhr wurde dann auch die Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 des Landkreises Hildesheim alarmiert. Die FB 3 besteht aus Einheiten der Gemeinde Holle, der Stadt Bockenem und Bad Salzdetfurth sowie der Gemeinde Diekholzen. Die Gemeinde Holle stellt dort den 3. Zug, welcher sich aus den Ortsfeuerwehren Luttrum, Grasdorf, Holle, und Sillium zusammensetzt.

 

Um 19:00 Uhr sammelte sich unser Zug um Zugführer Jürgen Köhler am Feuerwehrhaus in Grasdorf, um gemeinsam zum Sammelplatz der FB 3 nach Wehrstedt zu fahren. Als alle Züge in Wehrstedt eingetroffen waren, bekamen wir von unserem Kreisbrandmeister Josef Franke den Einsatzbefehl mit der FB 3 in das Schadensgebiet Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg zu verlegen. Wir machten uns mit 20 Fahrzeugen und 139 Kameraden/-innen auf den Weg dorthin.

 

Am 10.06. um 01:00 Uhr sind wir in Kaarßen (Gemeinde Amt Neuhaus) eingetroffen. Unser Bereitschaftsführer Mathias Mörke, sowie unser Brandschutzabschnittsleiter Alexander Bilek sind dann in die Einsatzleitung für den Bereich Amt Neuhaus gefahren, um dort die Einsatzbereitschaft der FB 3 zu melden. Die FB 3 hat den Auftrag bekommen im Bereich Stiepelse die Deichkrone auf einer Länge von 6 Kilometern um 30cm zu erhöhen und Sandsäcke zu füllen. Die Erhöhung der Deichkrone wurde vom 2. und 4. Zug (Stadt Bockenem und Stadt Bad Salzdetfurth) übernommen und die Befüllung sowie die Verladung der Sandsäcke wurde vom 1. und 3. Zug (Gemeinde Diekholzen und Gemeinde Holle) übernommen. Wir, der 3. Zug, wechselten uns im Schichtbetrieb immer mit dem 1. Zug ab, um so kontinuierlich Sandsäcke zu füllen und zu verladen.

 

 

Nachdem wir die Nacht durchgearbeitet haben, sind wir dann um 9:00 Uhr zur Verpflegungsaufnahme nach Sumte in das dortige Feuerwehrhaus gefahren, wo der Versorgungszug des Landkreises Hildesheim stationiert war. Nach einem guten Essen sind wir in unsere Unterkunft nach Kaarßen gefahren, wo wir bis um 13:00 Uhr ruhen konnten.

Um 13:30 Uhr nahmen wir wieder Verpflegung auf. Um anschließend den 1. Zug abzulösen, damit dieser in die Ruhephase gehen konnte. In dieser Schicht die bis 21:00 Uhr ging haben wir dann auch wieder Sandsäcke gefüllt und verladen.

Um 21:00 Uhr wurden wir vom 1. Zug abgelöst und sind dann nach dem Essen wieder nach Kaarßen in unsere Unterkunft gefahren, um uns bis 3:00 Uhr auszuruhen.

 

Die neue Schicht begann um 4:00 Uhr, in der wir wieder unserer gewohnten Arbeit nachgegangen sind. Im Laufe der Schicht, haben wir immer mal wieder den Pegel der Elbe kontrolliert und konnten auch feststellen, dass der Pegel kontinuierlich stieg. Als wir um 11:00 Uhr von unserer Gegenschicht abgelöst wurden, war ein Anstieg von ca. 15cm zu verzeichnen.

Von 12:00 Uhr – 18:00 Uhr durften wir uns wieder zur Ruhe setzen. Nach der Verpflegung in Sumte haben wir die Kameraden des 1. Zuges ausgelöst, weiter Sandsäcke gefüllt und verladen. In dieser Schicht, die bis 3:00 Uhr ging, haben wir nicht nur die Kräfte des 2. Zuges sondern auch die Bundeswehr mit Sandsäcken versorgt. In dieser Zeit haben ca. 10.000 Sandsäcke den Platz verlassen.

 

 

Ab 4:00 Uhr begann die letzte Ruhepause und endete um 9:00 Uhr. Nach dem Frühstück stellte unser Zug wieder Marschbereitschaft her. Die Fahrzeuge wurden aufgetankt und auf Vollständigkeit überprüft. Im Anschluss daran haben wir einen Bereitstellungsplatz für die komplette FB 3 eingerichtet um gemeinsam Mittag zu essen.

 

Nach dem Mittag warteten wir gemeinsam auf die Kreisfeuerwehrbereitschaft 5 des Landkreises Hildesheim, welche uns ablösen sollte. Nach einem kleinen Abschlussplädoyer durch unseren Bereitschaftsführer Mathias Mörke, haben wir uns Zugweise auf den Heimweg gemacht.

 

Um 19:00 Uhr sind wir dann wieder in der Gemeinde Holle angekommen und konnten uns nach der Einsatznachbereitung um 21:00 Uhr wieder einsatzbereit im Standort melden. Die Gesamteinsatzdauer betrug ca. 73 Stunden!

 

Lobend erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch mal die hervorragende Arbeit und das tolle Engagement unseres Versorgungszuges, der uns Tag und Nach verpflegt hat. Vielen Dank Dafür.

 

Außerdem herzlichen Dank an alle Kameraden/-innen aus dem 3. Zug für die tolle Zusammenarbeit und das kameradschaftliche Verhalten.

 

Ich hoffe dass wir den Bewohnern in Stiepelse und Umgebung helfen konnten und dass größere Schäden durch das Hochwasser ausbleiben.

 

Allen vom Hochwasser betroffenen Menschen, wünsche ich persönlich, sowie im Namen aller Kameraden des 3. Zuges viel Kraft und alles Gute für die Zukunft.

 

Patrick Würfel

Gruppenführer FFw Grasdorf

 

 

weitere Bilder des Hochwassereinsatzes:




© Freiwillige Feuerwehr Grasdorf